Die Stadt Weilburg lädt gemeinsam mit der evangelischen und der katholischen Kirchengemeinde zu einem Gedenkmoment am 9. November ein. Um 19 Uhr findet an der Gedenktafel für verfolgte Weilburger Jüdinnen und Juden ein gemeinsames Erinnern statt. Die Gedenktafel befindet sich am Seiteneingang der Schlosskirche in der Pfarrgasse. Das Motto lautet „Wachsam bleiben!“.
Als Vertreter der Stadt spricht der Erste Stadtrat Thomas Schmidt. Für die Arbeitsgruppe „Jüdisches Leben in Weilburg“ des Spielmann-Kulturvereins sowie für die Bürgerinitiative „Alt-Weilburg“ wird Hans-Peter Schick an das Schicksal jüdischer Familien aus Weilburg erinnern, die in der Nazi-Zeit verfolgt wurden. Gemeindereferent i.R. Andreas Arndt von der katholischen Pfarrei Heiligkreuz Oberlahn und Pfarrer Guido Hepke von der Evangelischen Kirchengemeinde Weilburg gestalten eine kurze Andacht und laden zum Gebet ein.
Am 9. November 1938 hatten die Nationalsozialisten in ganz Deutschland jüdische Geschäfte geplündert und Synagogen angezündet. Auch in Weilburg fanden diese Pogrome statt.