Das Innere der Kirche ist ein schlichter Saalraum mit gekehlter, hölzerner Spiegeldecke. Diese ist unterteilt in zahlreiche längsrechteckige Felder, die mit rötlichen und blauen Farben im Stil des bäuerlichen Barock bemalt wurden. Verschiedene Ornamente (Bandelwerk und Akanthus), Fruchtgehänge, blumengefüllte Vasen und Putti sind dabei in kunterbunter Mischung vertreten. Kein Motiv wurde dabei wiederholt, sondern jede Partie zeigt ein anderes Motiv – nur der umlaufende, zur Wand abschliessende Rahmen zeigt gleichartige Fruchtbuketts, die durch Voluten miteinander verbunden sind. Die Farben halten sich innerhalb einer engen Palette von rot, blau und weiß vor grauem Grund. Vergleichbar in Stil und Ausführung sind die Malereien der Emporenbrüstungen in der ev. Kirche zu Weinbach.
In den Raum eingestellt ist eine auf Holzstützen ruhende Gemeindeempore von 1731 entlang der Westwand und Nordseite. Der Treppenaufgang zur Westempore sowie auch die Emporengeländer vor den Fenstern besitzen noch ihre originalen Brettbaluster. Auch andere Ausstattungsobjekte stammen aus der Bauzeit. Hier ist besonders die Kanzel zu nennen, die sich an die Südostwand anlehnt und deren polygonaler Kanzelkorb achteckige Felderungen mit Profilleisten zeigt. Der Schalldeckel wird von Holzbügen mit eingerollten Endungen ges chmückt, die zu einer Krone zusammengefügt sind und in einem kleinen Kreuz münden. Auf der Unterseite des Dekkels ist eine große, geschnitzte Heilig-Geist-Taube angebracht.
Das Gemeindegestühl wurde offenkundig bei der Renovierung der fünfziger Jahre nach altem Vorbild erneuert – aus der Bauzeit entstammen jedoch noch die Bänke des Altarbereichs sowie die beiden vergitterten Abschrankungen, wie deren erhaltenen geschwungenen Bandbeschläge sowie die barocke Form der Bankstützen belegen. Sowohl auf den Buchablagen der hinteren Sitzreihe wie auch auf denen der gesamten Empore sind die Zahlen der alten Sitznummerierung eingeschnitzt. Im 18. und 19. Jahrhundert hatte jedes Gemeindemitglied einen festen Platz in der Kirche, für den jedoch auch jährliche Abgaben bezahlt werden mussten.
Der kleine Altarblock besitzt eine Deckplatte mit abgerundeten Ecken aus schwarzem Marmor. Seine vordere Trittstufe besteht aus dem ehemaligen Grabstein eines Pfarrers von Selters und Drommershausen, Johann Philipp Reutter, der 1709 mit erst 29 Jahren starb. So dauerte seine Ehe mit Anna Louisa, geb. Pampo, wie genau verzeichnet ist, auch nur ganze 34 Wochen.